Wer mit offenen Augen durch große Städte und Landschaften der Welt geht, kann viel sehen: Menschen, Momente und Bilder ziehen an uns vorbei. Dennoch sind es die unsichtbaren Dinge, die uns beschäftigen, oder – besser gesagt – ist es eine Wechselwirkung zwischen dem „Gesehenen“ und dem, was es in uns auslöst. Diese Ausgabe zum Thema „sichtbar“ beschäftigt sich mit dem Sichtbaren und Unsichtbaren im urbanen, ruralen sowie gesellschaftlichen Raum. So werden beispielsweise soziale Landwirtschaftsprojekte sichtbar gemacht, (un)sichtbarer Klimawandel wird besprochen und die Sichtbarkeit bzw. Sicherheit im öffentlichen Raum diskutiert. Durch die Kooperation mit der 14. Tagung des Netzwerks „Frauen in der Geschichte der Gartenkultur“ mit dem Titel „Urbanes Gärtnern von und mit Frauen, Frauen- und geschlechtsspezifische Betrachtungen in Stadt und Umland“ werden zudem Frauen in ihrer Profession sichtbar gemacht. Die erste Hälfte des Heftes widmet sich ausführlich den Konferenz-Beiträgen der Tagung, in welcher Frauen als Staudengärtnerinnen und im Gartenbau sichtbar gemacht werden, die Rolle der Frau im urbanen Gärtnern besprochen wird sowie Erfahrungen mit Gemeinschaftsgärten sichtbar gemacht werden.

  • URBANES GÄRTNERN VON UND MIT FRAUEN IN WIEN - FREIRAUMPLANERISCHE BETRACHTUNGEN

    Irene Bittner und Doris Damyanovic über Gender-Dynamiken im urbanen Gärtnern 

  • GARTEN.ARBEIT

    Elke Krasny beleuchtet die Rolle der AkteurInnen in der Urban-Farming-Bewegung 

  • URBANE GARTENKULTUR DER FRAUEN

    Gerda Schneider berichtet über weibliche Freiheit in der Gartenkultur 

  • AUF DEN GÄRTNERISCHEN SPUREN VON FRANZISKA V. WERTHEIMSTEIN
    Christian Hlavac blickt auf die Geschichte des Wertheimstein-Parks im Wiener Gemeinde- bezirk Döbling 
  • WIE WURDE FRAU GÄRTNERIN?

    Erika Karner über anfängliche Stolpersteine für Frauen in der gartenbaulichen Ausbildung 

  • GEMEINSCHAFTSGÄRTEN AUS GESCHLECHTSSPEZIFISCHER PERSPEKTIVE

    Nadezda Koznova über ihr Studienprojekt zu einem Gemeinschaftsgarten im Schneiderviertel in Wien 

  • WHERE IST HOME?

    Fotografien von Sum Wing Man, Valerie Ma und Dorothy Cheung 

  • GÄRTNERN OHNE GARTEN

    Andrea Heistinger schreibt vom Urbanen Gärtnern aus ihren Erfahrungen in Wien, Amsterdam und London 

  • ÖSTERREICHISCHE STAUDENGÄRTNERINNEN DES 20. JAHRHUNDERTS

    Ulrike Krippner und Anja Seliger über Pionierinnen in der Gartenkultur 

  • WIE KLEINGÄRTEN DIE SEHNSUCHT VON FRAUEN NACH GRÜN MITTEN IN DER STADT ZU STILLEN VERMÖGEN
    Tatjana Fischer über die steigende Nachfrage nach Wiener Kleingärten 
  • RÜCKBLICK, DISKUSSIONSBEITRÄGE UND BLITZLICHTER DER TAGUNG "URBANES GÄRTNERN VON UND MIT FRAUEN"

    Mandy Schönemann, Elisabeth Sanglhuber, Doris Damyanovic und Irene Bittner reflektieren die Tagung des Netzwerkes „Frauen in der Geschichte der Gartenkultur“ vom 13. und 14. September 2013 

  • FREIE SICHT AUF DIE LANDSCHAFT
    Antonia Roither-Voigt und Irene Bittner befragten vier LandschaftsarchitektInnen, tätig in verschiedenen Disziplinen, zu ihren Positionen in Bezug auf das „sichtbar werden / machen / sein“ der Landschaft und des Freiraums 
  • SPURENSUCHE IN RAUM UND ZEIT BEI DEM SCHRIFTSTELLER W. G. SEBALD
    Shenja von Mannstein beschreibt, wie der Schriftsteller W. G. Sebald Spuren aus Vergangenheit und Gegenwart in Landschaft und Architektur vernetzt 
  • ZU WERTVOLL UM VERLOREN ZU GEHEN: TRADITIONELLE LANDSORTEN ZWISCHEN VERDRÄNGUNG UND (WIEDER)AUFLEBEN

    Jasmin Böhm rückt das Saatgut wieder ins Bewusstsein 

  • WIDER DIE EINÄUGIGKEIT
    Hans Karl Wytrzens über Landschaftsökonomie, Scheuklappendenken und Horizonterweiterung 
  • (UN)SICHTBARER WANDEL
    Rupert Seidl und Werner Rammer berichten, wie sich der Klimawandel im Wald bemerkbar macht 
  • EX STUDIO: VISIBLE DIVERSITY - BIOCULTURAL LANDSCAPES IN DIFFERENT PARTS OF THE WORLD
    Der Artikel beschäftigt sich mit der Interdependenz von kultureller und biologischer Diversität und ihrer Sichtbarkeit in der Landschaft 
  • SOZIALE DIENSTLEISTUNGEN AM HOF: PERSPEKTIVE ODER GENDER-FALLE

    Elisabeth Sanglhuber, Nina Weber und Gerda Schneider sehen sich betreutes Wohnen am Bauernhof an 

  • LICHT VERSUS NACHT
     Zeno Valenti wirft die Frage auf, wie die Nacht trotz Lichtverschmutzung bewahrt werden kann 
  • WESSEN SICHERHEIT IN WELCHEM ÖFFENTLICHEN RAUM?

    Elisabeth Mayr und Katharina Miko erkunden die Diversität des Sichtbaren im subjektiven Sicherheitsgefühl von PlatznutzerInnen 

  • IM ZEICHEN DER SICHERHEIT

    Nora Heger berichtet, wie Sichtbarkeit die Sicherheit beeinflusst 

     

  • THE HITCHHIKER'S GUIDE TO FUTURE URBAN MOBILITY
    Martin Niegl versucht zu beantworten, warum trotz Rückgang des Autoverkehrs der urbane Raum noch immer von parkenden Autos dominiert wird 

  • BEGEGNUNGSZONE UND SHARED SPACE, DIE PRAXIS ZWISCHEN STVO. UND FREIRAUMPLANUNG

    Lukas Umgeher und Antonia Roither-Voigt beschäftigen sich mit der Frage „Wem gehört der öffentliche Raum?“

     

  • GARTEN, GELD UND DAS GUTE LEBEN

    Anna Koll und Bernd Schwaiger sprachen mit Roland Düringer über sein Projekt „Gültige Stimme“, das Umgraben des Gartens und die 1970er Jahre 

  • BIBLIOTHEK
    zusammengestellt von Alfred Benesch